20. September 2026

TSV bringt einen Zähler aus dem Allgäu mit

Tischtennis - Erwachsenen-Landesliga WSW:

„Wenn wir von den beiden schweren Auswärtsspielen einen Punkt mitnehmen, dann bin ich einverstanden!“ Die Hoffnung von Rains Spitzenspieler Marco Klein sollte sich erfüllen, doch in anderer Form als zuvor gedacht: Beim favorisierten Verbandsliga-Absteiger TTSC Warmisried erkämpften sich die Blumenstädter ein sehr starkes 5:5, während es danach in Memmingen gegen den SV Steinheim eine 3:7-Niederlage gab.

Rains Tischtennis-Landesliga-Team in der Saison 2026/27: (von links) Marco Klein, Gerhard Wittmeier, Eduard Weirich und Matthias Nothofer

TTSC Warmisried - TSV Rain 5:5

Mit einer bewussten Doppelumstellung hatten die Gäste zu Spielbeginn Erfolg: Warmisrieds Einser-Doppel war für Wittmeier/Weirich zu stark, doch mit der Überlegung, Klein/Nothofer gegen Mayer/Schindler antreten zu lassen, kamen die Gäste gleich zu einem wichtigen ersten Punkt. Warmisrieds Spitzenspieler Nico Holzheu war für das TSV-Team kein Maßstab. „Selbst in der Bayernliga habe ich keine solchen Klatschen kassiert“, zollte Rains Routinier Gerhard Wittmeier dem Einser der Unterallgäuer seinen Respekt. Besser sahen er und Marco Klein gegen Thomas Brenner aus: Klein war bei seiner Niederlage in allen drei Sätzen knapp dran, Wittmeier erkämpfte in seinem zweiten Einzel in einem Nervenkrimi mit 12:10 im fünften Durchgang einen enorm wichtigen Zähler, nachdem er zuvor im vierten Satz schon einen Matchball vergeben hatte. Entscheidend dafür, dass das Quartett vom Lech tatsächlich einen Zähler entführte, war das Übergewicht der Gäste im hinteren Paarkreuz. Zunächst stellten Eduard Weirich und Matthias Nothofer nach starken kämpferischen Leistungen gegen Florian Mayer und Christian Schindler den wichtigen 3:3-Ausgleich her, im letzten Duell des Nachmittags sicherte Kapitän Nothofer nach einer unglücklichen Niederlage von Weirich mit einer konzentrierten Leistung gegen Schindler seinem Team den Punktgewinn.

SV Steinheim – TSV Rain 7:3

Beflügelt von der starken Vorstellung in Warmisried reisten die Rainer zur Abendpartie in den Memminger Stadtteil weiter. Doch leider lief es dort nicht so wie erhofft. „Am Anfang hatten wir alle etwas Probleme, uns zu fokussieren“, brachte es Mannschaftsführer Matthias Nothofer auf den Punkt. Und so stand es bald 4:0, die Vorentscheidung war also bereits früh gefallen. Am nähesten dran an einem Sieg waren noch Wittmeier/Weirich, die ihr Doppel gegen Honauer/Stetter mit 8:11 im Entscheidungssatz abgaben. Marco Klein fand gegen Andreas Albrecht nie richtig ins Spiel, Gerhard Wittmeier kam gegen Frank Ebenhoch nicht richtig auf Betriebstemperatur. Pech für Eduard Weirich, dass sein Gegner Robert Stetter selbst nach einem 0:2-Satzrückstand nicht aufsteckte und die Partie schließlich mit einem 15:13 im fünften Durchgang noch an sich riss. So hatte nach dem ersten Einzeldurchgang nur Matthias Nothofer für einen Kontrapunkt gesorgt – nachdem er zunächst gegen Stefan Honauer große Probleme gehabt hatte, kämpfte er sich mit Erfolg in die Partie. Weil im Duell der Spitzenspieler auch Klein gegen Ebenhoch ohne Satzgewinn blieb, war die Frage nach dem Sieger der Partie schnell entschieden. Zumindest sorgten Wittmeier nach engagiertem Kampf gegen Albrecht und Weirich mit guter Leistung gegen Honauer für Resultatskosmetik, ehe Nothofer seine Siegchancen gegen Stetter (2:0-Satzführung und 9:7 im dritten bzw. 9:5 im fünften Durchgang) nicht nutzte.

Weiter geht es für den TSV am 10. Oktober zuhause gegen die TSG Thannhausen.

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