Novemberblues bei den Rainer Tischtennis-Teams: In vier Spielen gelang den drei am Wochenende im Einsatz befindlichen TSV-Mannschaften kein einziger Punktgewinn. Gleich zwei Niederlagen setzte es für das Verbandsliga-Team: Der Aufsteiger unterlag trotz Heimvorteils dem TSV Königsbrunn 3:7 und anschließend dem TTSC Warmisried sogar 0:10. Die Vierte kassierte beim verlustpunktfreien Tabellenführer der Bezirksklasse D, dem TSV Hainsfarth, die erwartete 7:3-Niederlage. Und das Jugendteam unterlag beim TSV Nördlingen III klar mit 1:9.

 

Herren-Verbandsliga Südwest:

TSV Rain - TSV Königsbrunn 3:7

TSV Rain - TTSC Warmisried 0:10

„Doppel-Wumms!" Im Falle der Rainer Tischtennisspieler handelt es sich leider nicht um einen Befreiungsschlag, sondern um den doppelt harten Aufprall auf dem Boden der Tatsachen. Im Koppel-Heimspiel der Verbandsliga setzte es zwei schmerzhafte Niederlagen. Während das 3:7 gegen Königsbrunn lange auf Messers Schneide stand, waren beim 0:10 gegen durchwegs überlegene Warmisrieder die Akkus einfach leer.

Voller Tatendrang starteten die Tillystädter in das Auftaktmatch gegen den TSV Königsbrunn, der sich bis dato auch in der Nähe der Abstiegsränge bewegte. Nachdem die Gäste aber in Bestbesetzung antraten, war bereits vor Spielbeginn klar, dass die Trauben erneut hoch hängen würden. Die Doppel zeigten noch ein ausgeglichenes Bild. Während Genz/Klein die Dominanz ihrer Kontrahenten anerkennen mussten, fuhren Wittmeier/Häusler beim 3:1 gegen Schupp/Schönborn mit einer ausgezeichneten Leistung den ersten Habenzähler der Hausherren ein. Erster Knackpunkt der Partie war dann das vordere Paarkreuz: die Zuschauer bekamen tolle Ballwechsel und spannende Spiele zu sehen, die aber jeweils zu Gunsten der Gäste endeten (Christian Schupp 3:1 gegen Gerhard Wittmeier; Florian Lippert 3:1 gegen Mathias Häusler). Beim Spielstand von 1:3 schien eine erste Weichenstellung zu Gunsten der Königsbrunner erfolgt zu sein. Doch das hintere Paarkreuz der Rainer stellte in den Angriffsmodus um. Jürgen Genz mit einer starken kämpferischen Leistung gegen Ronny Schönborn (3:2) und Marco Klein in einem überragenden Match gegen den deutlich favorisierten Marc Heinle (3:1) glichen zum 3:3 aus. Die Hoffnung bei den Blumenstädtern keimte auf. Doch so schnell der Aufwind kam, so schnell sahen sich Wittmeier & Co. starkem Gegenwind ausgesetzt. Wittmeier (2:3 gegen Lippert) und Häusler (1:3 gegen Schupp) mühten sich redlich, letztlich aber erneut ohne zählbaren Erfolg. Und auch dem hinteren Paarkreuz ging im zweiten Durchgang die Luft aus: Teilweise deutliche Vorsprünge konnten nicht über die Ziellinie gebracht werden, was abschließend auch zu Niederlagen von Jürgen Genz und Marco Klein führte. Die Anzeigetafel zeigte nun ein 3:7, der erhoffte Punktgewinn für die Hausherren blieb somit aus.

Dies schlug deutlich auf die Stimmung, was im zweiten Spiel mehr als deutlich zu merken war. Nach einstündiger Pause in der kühlen Halle waren die Rainer Akteure mental angeschlagen und körperlich ausgelaugt. Umso mehr, als die Gäste vom TTSC Warmisried mit einer starken und hoch motivierten Truppe aufwarteten. So gaben bereits die Doppel einen klaren Fingerzeig für den Verlauf der Partie. Genz/Klein verloren 0:3 gegen Holzheu/Brenner, während Wittmeier/Häusler beim 1:3 gegen Mayer/Schindler am Nebentisch auch nur ein Schatten ihrer selbst waren. In den folgenden acht Einzeln waren die Gäste aus dem Unterallgäu immer geistig schneller, körperlich agiler und hatten – wenn es denn mal knapp wurde – auch noch das Glück des Tüchtigen auf Ihrer Seite. Einzig Gerhard Wittmeier hatte gegen Thomas Brenner eine reelle Siegchance, musste sich aber auch hier dem variablen und druckvollen Spiel seines Gegenüber beugen. So wies der Spielberichtsbogen letztlich die Höchststrafe von 0:10 aus, was dem Spielverlauf auch entsprach.

Für die Rainer Tischtennisspieler heißt es jetzt „Mund abwischen“ und die Wunden lecken. Die Chance zur Rehabilitation bietet sich bereits am nächsten Samstag, wenn man in Starnberg und in Dachau antritt. Allerdings gilt auch hier für beide Spiele: Punkte dürften höchstwahrscheinlich außer Reichweite sein. Im Fokus steht, ordentliche Leistungen abzurufen und den Gegnern einen harten Kampf zu liefern. (mahä)

Herren-Bezirksklasse D:

TSV Hainsfarth - TSV Rain IV 7:3

Die Gastgeber gingen als verlustpunktfreier Tabellenführer favorisiert in die Partie. Nach einem schnellen 2:0 glich Rains Vierte durch Erfolge von Max Bleimayr (3:0 gegen Dominik Kist) und Uladzislau Klimenkou (3:0 gegen Umut Kaya) zwar kurzfristig aus, anschließend waren aber wieder die Nordrieser am Drücker. Am besten hielt noch Max Bleimayr dagegen: Gegen Hainsfarths Einser Hermann Kist verlor er nur unglücklich in fünf Sätzen, gegen Umut Kaya gewann er sicher.

Jugend-Bezirksklasse D:

TSV Nördlingen III - TSV Rain 9:1

"Man kann dem Team absolut keinen Vorwurf machen!" Coach Max Bleimayr war trotz der klaren Niederlage in der Riesmetropole nicht enttäuscht. Schade war es aber schon, dass der Rainer Nachwuchs nur in einer der drei Partien, in denen es knapp wurde, zu einem Erfolgserlebnis kam. Maximilian Homann sorgte gegen Jonas Enslin für den Ehrenpunkt und war gegen Sergey Kobelev nahe an seinem zweiten Erfolg. Auch sein Doppel zusammen mit Emma Krämer verlor er im fünften Satz gegen Schwebel/Allgeyr nur hauchdünn mit 14:16.

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