Schläger, Bälle und Tische sind desinfiziert, die Aktiven wieder voll im Training und heiß auf die neue Saison. Der unberechenbarste Gegner steht allerdings nicht auf dem Terminplan, sondern lauert unsichtbar auf seine Chance: Wie noch nie zuvor, ist der Verlauf der Spielzeit 2020/21 von einer Unwägbarkeit abhängig, gegen die noch so ausgefeilte Technik und Taktik nichts ausrichten kann – dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie in den kommenden Wochen und Monaten.

 

Planmäßig beginnt Landesligist TSV Rain bereits am Samstag, 12. September mit dem Punktspielbetrieb. Das Team der TTF Bad Wörishofen ist dann um 18.30 Uhr in der heimischen Grundschulturnhalle Auftaktgegner für die Blumenstädter.

Beim TSV hat sich im Vergleich zur vergangenen, coronabedingt mitten in der Rückrunde abgebrochenen Saison personell etwas getan. Das vordere Paarkreuz bleibt allerdings unverändert: Gerhard Wittmeier, seit 38 Jahren stets für seinen Heimatverein aktiv und mit 608 Einsätzen in der ersten Mannschaft unangefochtener Rekordhalter, ist nach wie vor Rains Spitzenspieler. Dem 51-Jährigen zur Seite steht mit Marco Klein (33) ein weiterer in Feldheim wohnhafter Akteur. Klein, der beim VfB Oberndorf mit dem Tischtennis begann, wechselte nach einem ersten Gastspiel von 2003 bis 2005 vor zwei Jahren erneut über den Lech.

Schon einmal für Rain gespielt hat auch Mathias Häusler. Der in Meitingen wohnhafte, dem SV Nordendorf entstammende 42-Jährige trug schon von 2006 bis 2015 das TSV-Trikot und verstärkt nach einem fünfjährigen Intermezzo bei seinem Heimatverein die Lechstädter enorm. Zusammen mit Häusler bildet Wolfgang Römer das mittlere Paarkreuz. Der 55-jährige, mittlerweile in Donaumünster ansässige Rekordspieler des TSV (über 1000 Einsätze), ist nun der „Senior“ im Rainer Team.

Ins hintere Paarkreuz zurückgegangen ist infolge der Rückkehr von Häusler Kapitän Jürgen Genz (46). Das in Neuburg-Zell wohnhafte TSV-Eigengewächs, das nach Gastspielen in Oberndorf und Möckenlohe seit 2017 wieder für seinen Heimatverein aufschlägt, sollte ein sicherer Punktegarant sein. Aufgerückt auf Position sechs und damit erstmals Stammspieler der Ersten ist Nachwuchsspieler David Wenninger. Der 17-Jährige begann 2013 mit dem Tischtennissport und arbeitete sich mit Fleiß und Talent innerhalb von sieben Jahren aus der 2. Jugend-Kreisliga in die Herren-Landesliga nach oben.

Nicht mehr zum Stamm der Mannschaft gehören damit die Routiniers Artur Klein (64) und Roland Wittmeier (55), die künftig die TSV-Zweite in der Bezirksklasse A verstärken werden.

Mit der neuen Besetzung haben sich die Rainer in der Landesliga etwas vorgenommen. Kapitän Jürgen Genz: „Unser Ziel muss es sein, ganz vorne mitzumischen!“ Die Favoritenrolle gebührt allerdings der TSG Hochzoll, die nominell eindeutig am stärksten besetzt ist. Auch dem TV Waal und Neuling SV Unterknöringen traut man einiges zu. Da neben Auftaktgegner Bad Wörishofen und der Hochzoller Zweiten mit dem TSV Aichach, dem Post SV Augsburg II, dem SV Memmingerberg und der SG Dösingen vier weitere Aufsteiger  zum Teilnehmerfeld gehören, wird sich die Liga sicher neu sortieren. (wrö)

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